Ukraine: Helfen im Dekanat

Angebote in den Gemeinden und Regionen

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Unterstützung und Hilfe für ukrainische Flüchtlinge, Helfer und Gastgeber

Dank der finanziellen Unterstützung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern startet im Dekanat Gräfenberg ein Projekt für die psychologische Begleitung von geflüchteten Ukrainern, ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern, sowie Gastgebern von Flüchtlingen.

Möglich wurde dieses Projekt, so Dekan Reiner Redlingshöfer, da seit einigen Wochen mit Valerii Pylypenko ein ukrainischer Psychotherapeut, der in Mariupul eine eigene Praxis betrieb, im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Gräfenberg Unterkunft gefunden hat. Als ausgebildeter Traumatherapeut hat er viele Tipps und Ratschläge für den Umgang mit kriegstraumatisieren Menschen, die er auch allen Ehrenamtlichen und Gastgebern gerne zur Verfügung stellen möchte.

Deshalb lädt das evangelische Dekanat Gräfenberg zusammen mit Bildung Evangelisch Fränkische Schweiz sehr herzlich zu drei Informationsveranstaltungen, die jeweils im evangelischen Gemeindehaus in Gräfenberg (Kirchplatz 3) stattfinden, ein:

 

Bei einem Informationsabend
für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer
am Freitag, den 10. Juni um 19.00 Uhr

wird Valerii Pylypenko über den Umgang mit traumatisierten Ukrainern informieren und sein dazu von ihm entwickeltes – für alle Teilnehmenden kostenloses - Fortbildungsmodul für ehrenamtliche Begleiter/Helfer von ukrainischen Flüchtlingen vorstellen wird.
Der Vortrag wird ins Deutsche übersetzt. 
Dieser Infoabend ist für alle Ehrenamtlichen oder die, die es werden wollen, aus dem gesamten Dekanatsbezirk Gräfenberg.

Alle ukrainischen Flüchtlinge
die im Bereich des Dekanats Gräfenberg untergebracht sind, sind
am Montag, den 13. Juni um 19.00 Uhr
eingeladen, um dort über die Angebote zu persönlichen,
oder Gruppengesprächen zur Verarbeitung des Kriegstraumatas informiert zu werden..

Eigens an die Gastgeberfamilien von ukrainischen Flüchtlingen
richtet sich der dritte Infoabend am Montag, den 20. Juni um 20.00 Uhr.
Da beim Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kul-tur Probleme auftreten können, will Valerii Pypylenko die Gastgeber für die kulturellen Unterschiede sensibilisieren und Wege zur Konfliktbearbeitung aufzeigen.

Die Teilnahme an allen Infoveranstaltungen ist selbstverständlich kostenlos. Weitere Informationen können im Dekanat (mail: dekanat.graefenberg@elkb.de), oder bei Bildung Evangelisch Fränkische Schweiz (mail: be.fraenkische-schweiz@elkb.de) erfragt werden.

Ukraine Herz
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Im Folgenden finden Sie alle Informationen rund um Helferkreise und Begegnungstreffs.
Direkt auf den Gemeindeseiten lohnt es sich auch:

Neunkirchen am Brand evangelisch:
https://www.neunkirchen-am-brand-evangelisch.de/akuelles/angebote-und-hilfe-fuer-fluechtlinge-aus-der-ukraine
Gräfenberg evangelisch:
https://www.graefenberg-evangelisch.de/ukraine-hilfe-vor-ort
Eine gute Aufstellung wichtiger Informationen um Behördengänge und Co. in der Region bietet der Markt Igensdorf:
https://igensdorf.de/Ukraine/

Jugendheim Kappel 3
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Helferkreis für Kappel und darüber hinaus

HELFERKREIS IM DEKANAT

Für die Betreuung und Unterstützung der im Jugendheim in Kappel untergebrachten Flüchtlingsfamilien (wohl überwiegend Frauen mit Kindern) suchen wir Ehrenamtliche für ganz unterschiedliche Aufgaben (z.B. Lebensmitteleinkauf, Fahrdienste, Unterstützung bei Behördengängen, Aufbau einer Kleiderkammer, Betreuungsangebote, Sprachunterricht etc.).
Darüber hinaus unterstützen und betreuen wir ukrainische Flüchtlinge, die in Gräfenberg und Umgebung privat untergebracht sind und unsere Hilfe brauchen.

Wer in diesem Helferkreis mitwirken möchte, bitte unter der Mailadresse reiner.redlingshoefer@elkb.de eine kurze Nachricht senden.
Sie erhalten dann die Einladung zum Helferkreistreffen und weitere Informationen.

Herzliche Grüße und ein herzliches Dankeschön, allen, die sich wie und wo auch immer für die Flüchtlinge engagieren, Ihr Reiner Redlingshöfer, Dekan.

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Begegnungstreff für Ukrainer

BEGEGNUNGSTREFFS DER KIRCHENGEMEINDEN:

Die evangelische Kirchengemeinde Neunkirchen a.Br. bietet jeden Montag von 10-12 Uhr einen  Ukrainer-Treffpunkt im Gemeindesaal in der Von-Hirschberg-Straße 8.
Neben wichtigen Informationen (z.B. zum Meldeverfahren, zur Schülerbetreuung oder über Freizeitangebote) ist auch jeden Montag Zeit eingeplant, um individuell im direkten Gespräch Fragen zu klären oder bei Kaffee, Apfelschorle und Kuchen miteinander zu reden. Viele junge ukrainische Mütter haben auch ihre meist kleinen Kinder dabei, die dann im Nebenraum fröhlich spielen.
Ebenso ist das Eltern-Kind-Cafe des Familienstützpunktes auch offen für Familien aus der Kuraine (Dienstags 10-11.30 Uhr).

Die evangelische Kirchengemeinde Gräfenberg öffnet jeden Donnerstag ab 14.00 Uhr ihr Gemeindehaus am Kirchplatz 3 zu einem Begegnungsnachmittag für alle im Raum Gräfenberg untergebrachten ukrainischen Flüchtlingen. Die Flüchtlinge sollen damit die Möglichkeit erhalten sich untereinander kennen zu lernen und auszutauschen, aber auch um mit dem Helferkreis der Kirchengemeinde und des Dekanats in Verbindung zu treten. Zahlreiche Helfer stehen bereit, um den Flüchtlingen beizustehen und zu helfen, ob bei Behördengängen, beim Einkaufen,  Arztbesuchen oder was immer notwendig ist.

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HELFEN - WARUM?

Wir leben in außergewöhnlichen Zeiten. Nachdem uns in den letzten zwei Jahren die Coronapandemie auch als Kirche arg gebeutelt hat, ist mit dem Beginn von Putins Angriffskrieg auf die Ukraine ein weiteres Bollwerk unserer Sicherheit und Ordnung in Europa zu Fall gekommen.

Eine Folge dieses brutalen Krieges ist die größte Fluchtbewegung und humanitäre Katastrophe Europas seit dem zweiten Weltkrieg. Mittlerweile sind über drei Millionen Ukrainer, zumeist Frauen mit Kindern, auf der Flucht vor todbringenden Raketen und Bomben. Auch wenn die meisten Flüchtlinge derzeit (noch) in den unmittelbaren Nachbarländern der Ukraine Unterschlupf gefunden haben, so kommen sie doch zunehmend auch nach Deutschland.
Die bayerische Staatsregierung hat deshalb den Katastrophenfall ausgerufen und die Landkreise und kreisfreien Städte aufgefordert Notunterkünfte bzw. Erstunterkünfte für die zu erwartenden Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen bzw. aufzubauen. In vielen Fällen werden dazu Massenquartiere in Turnhallen eingerichtet.

Da die Unterbringung von Flüchtlingsfamilien mit traumatisierten Kindern in Massenunterkünften wie Turnhallen sicher nicht die beste Lösung, hat der Dekanatsausschuss beschlossen, das Jugendheim in Kappel für die nächsten drei Monate für die Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingsfamilien zur Verfügung zu stellen, damit dort wenigstens drei oder vier Familien die Unterbringung in Turnhallen erspart bleiben. Auch in vielen unserer Gemeinden sind private Unterkünfte organisiert worden.