Dekanatsjugendheim feierte 60. Geburtstag

kappel jugendheim
Bildrechte Freundeskreis Kappel
Kappel 60 Jahre Gottesdienst
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Bruder Philippus predigte im Festgottesdienst auf der Terrasse des Jugendheimes

Mit einem Festgottesdienst feierte das evangelische Dekanat Gräfenberg den 60. Geburtstag des Dekanatsjugendheims in Kappel.
Dieses Haus sei seit den sechziger Jahren das Zentrum der evangelischen Jugendarbeit im Dekanat Gräfenberg, machte Dekan Reiner Redlingshöfer in seiner Begrüßung deutlich.
Schon seit 1964 finden Jugendliche im Jugendheim einen Ort, an dem sie immer willkommen waren und sind und auf offene Türen treffen. Möglich war und ist dies, weil die dort tätigen Jugendmitarbeiter des Dekanats im Laufe der sechs Jahrzehnte immer offene Herzen für die Jugendlichen gezeigt hätten. Zunächst waren dies Brüder der Christusbruderschaft Falkenstein und dann die jeweiligen Dekanatsjugendreferenten. Zwei von Ihnen gestalteten den Festgottesdienst mit. Bruder Philippus aus Falkenstein, der 22 Jahre lang das Dekanatsjugendheim leitete und viele Jugendliche prägte und Michael Stünn, der seit gut sechs Jahren für die Jugendarbeit im Dekanat und im Jugendheim als Dekanatsjugendreferent verantwortlich ist.
In seiner Predigt ging Bruder Philippus darauf ein, wieviel Früchte und Segen die Jugendarbeit in Kappel hervorgebracht habe. Und er wusste auch die ein oder andere humorvolle Anekdote zu berichten.

kappel 60 Jahre Gottesdienst
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Die Fotoausstellung 60 Jahre Jugendheim regte zum Austausch und Gespräch an

Im Anschluss an den Gottesdienst, der vom Dekanatsposaunenchor musikalisch gestaltet wurde, und zu dem über hundert Besucher gekommen waren, war bei Bratwüsten und Leberkäse genug Zeit für die Begegnungen der ehemaligen und inzwischen schon alt gewordenen Jugendlichen. Eine von Michael Stünn gestaltete große Fotowand und  von Jochen Schleicher vorbereitete Videoeinspielungen von Jugendhausaktivitäten aus den siebziger und achtziger Jahren boten ließen viele Erinnerungen aufleben.
Für das leibliche Wohl mit Kaffee und Kuchen hatte der Freundeskreis des Dekanatsjugendheimes gesorgt, der sich vor zehn Jahren gebildet hatte und seitdem das Jugendheim durch Spenden und die Übernahmepraktischer Arbeiten unterstützt. Dessen Vorsitzender Michael Klenner nutze das Jubiläum um für die Mitgliedschaft im Freundeskreis zu werben.
Das Dekanatsjugendheim in Kappel steht nicht nur der kirchlichen Jugendarbeit im Dekanat Gräfenberg zur Verfügung.
In diesem Jahr hatte das Haus, so Dekan Redlingshöfer, seine Türen auch für ukrainische Flüchtlinge geöffnet. Drei Monate lang fanden dort sieben Frauen mit sechs Kindern Zuflucht. 
Wie der Dekan weiter ausführte, kann das Dekanatsjugendheim mit seinem großzügigen Außengelände zu dem auch ein Minigolfplatz gehört, und das über 24 Betten, zwei größere Aufenthaltsräume und eine gute ausgestattete Küche und einen Speiseraum verfügt, auch von nichtkirchlichen Gruppen als Selbstversorgerhaus angemietet werden.
Anfragen dazu nimmt das Dekanat Gräfenberg (Tel. 09192-285) entgegen.